Geschichte der Evangelischen in Hahnbach

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Dieser Artikel basiert auf den Internetseiten, die Pfarrer Harald Hofmann bis 2005 erstellt hat.

31.10.1517: Martin Luther, ein damals unbedeutender Mönch, veröffentlicht die 95 Thesen gegen Missstände in der Kirche seiner Zeit (Ablasshandel und anderes). Es beginnt die Reformation

1538: Amberg schließt sich dem evangelischen Glauben an.

1542: Sulzbach, Weiden, Schwandorf, Regensburg und andere Gebiete der Oberpfalz werden evangelisch.

1552: Thomas Raselius wird der erste evangelische Pfarrer in Hahnbach (gestorben 1569).

1556: Thomas Raselius führt die evangelische Kirchenordnung ein (d. h. evangelische Gottesdienste, Abendmahl mit Hostien und Wein, evangelischen Unterricht und so weiter). In den folgenden Jahrzehnten ist Hahnbach - wie die gesamt Oberpfalz - vollständig evangelisch. Bis 1625 gibt es in Hahnbach weitere sechs evangelische Pfarrer.

1561/63 (?): Geburt von Andreas Raselius (gestorben 6. 1. 1602), dem bedeutendsten Sohn der Marktgemeinde Hahnbach.

1618: Beginn des Dreißigjährigen Krieges.

1625: Der letzte evangelische Pfarrer von Hahnbach, Sebastian Schneier, wird entlassen. Die Bevölkerung wird zwangsweise katholisch.

1652: In Sulzbach führt Herzog Christian August das Simultaneum ein (d. h. aller kirchlicher Besitz gehört Katholischen und Evangelischen gemeinsam). Das Simultaneum wird erst 1957 vertraglich aufgelöst.

1926: Nach drei Jahrhunderten wohnt wieder ein Evangelischer in Hahnbach, ein Elektriker aus Nürnberg namens Erras. 1929 lässt sich ein zweiter Evangelischer nieder: Fritz Köper aus Bremen.

1945: Nach dem Zweiten Weltkrieg kommen viele evanglische Flüchtlinge nach Hahnbach. Sie werden von Sulzbach aus betreut.

1. Mai 1949: Erstmals wieder werden in Hahnbach evangelische Gottesdienste gefeiert, und zwar in der Friedhofskapelle.

21. Mai 1991: Gründung des "Fördervereins Gemeindezentrum Hahnbach"

ab 1992: Zuzug vieler evangelischer Aussiedler aus Russland und Kasachstan.

22. November 1995: Erster Spatenstich für das Gemeindehaus; erster Gottesdienst im (noch unfertigen) Haus am 24. Dezember 1996

6. Juli 1997: Einweihung des Gemeindehauses mit dem Namen "Andreas-Raselius-Haus"