Dekanatspartnerschaft Ostmähren

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"Wir bauen Brücken der Freundschaft" war das Motto der Partnerschaft von Anfang an. 2015 wurde dieses Sweatshirt an die Teilnehmer des Jubiläumstreffens verteilt.
Vom 14. bis zum 17. Oktober 2015 feierten die Vertreter des Dekanats Sulzbach-Rosenberg und des Ostmährischen Seniorats der Böhmischen Brüder das zwanzigjährige Bestehen unserer Partnerschaft. Bei diesem Treffen wurde beschlossen (und begonnen), die bisherige Arbeit zu dokumentieren.


Rückblick

Der Anfang: Partnerschaft der Dekanate

Zwischen dem Evangelisch-Lutherischen Dekanatsbezirk Sulzbach-Rosenberg und dem Ostmährischen Seniorat (entspricht unserem Dekanatsbezirk) der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder besteht seit 1993 Verbindungen: Am 23. Juni 1993 trafen sich der Dekan Rainer Gerhard und Senior Smetana in Prag, um eine Partnerschaft aufzubauen. Im November 1993 besuchte Miroslav Broz, der Generalsekretär der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder und Leiter des Kirchenamtes in Prag, Dekan Gerhard in Sulzbach-Rosenberg, um die Möglichkeiten einer Partnerschaft zwischen dem Evangelischen Dekanat Sulzbach-Rosenberg und dem Ostmährischen Seniorat auszuloten.

Vom 15. bis 18. Juli 1994 tagte der Pfarrkonvent des Dekanats Sulzbach-Rosenberg im Begegnungszentrum „Sola Gratia“ in Bystrice. 25 Pfarrerinnen und Pfarrer aus dem Dekanat Sulzbach-Rosenberg nahmen teil, somit war der Grundstein der Partnerschaft auf kirchlicher Ebene gelebt. Sieben deutsche Pfarrer predigen in Sonntagsgottesdiensten in Gemeinden der böhmischen Brüder. Bei dieser Gelegenheit wurde dem Ostmährischen Seniorat eine Spende der Kirchengemeinden des Dekanats Sulzbach in Höhe von 6120 DM für das Begegnungszentrum übergeben.

Exkurs: Sola Gratia

Das Begegnungs- und Erholungszentrum "Sola Gratia" 2002
Das Begegnungszentrum Sola Gratia wurde seitens des Dekanats Sulzbach-Rosenberg gerade am Anfang der Partnerschaft finanziell unterstützt. Die Hoffnung, dass sich das Haus selbst tragen kann hat sich leider nicht erfüllt, so dass 2008 (?) seitens der Böhmischen Brüder über einen Verkauf nachgedacht wurde.

Als Kompromisslösung wurde das Gebäude an einen Investor vermietet - dessen ambitionierte Pläne, ein Wellnesshotel zu eröffnen scheiterten jedoch ebenfalls. Schließlich wurde 2014 (?) das Haus der Diakonie übergeben.

Der Partnerschaftsausschuss

Am 18. Januar 1994 wurde der Partnerschaftsausschuss Ostmährisches Seniorat des Dekanats Sulzbach-Rosenberg gegründet, der sich als Unterausschuss des Dekanatsausschuss verstand. Gefragt, welches Interesse sie an der Mitarbeit hätten, antworteten die Mitglieder:

  • Ich möchte die Partnerinnen im Nachbarland, in der Nachbarkirche kennenlernen
  • Im zusammenwachsenden Europa müssen wir uns besser kennenlernen
  • Der konziliare Prozeß erfordert konkrete Schritte
  • Ich möchte helfen, Vorurteile abzubauen
  • Biographisches Interesse
  • Ich bin einfach neugierig
  • Ich denke, daß unsere Hilfe nötig ist
  • Wir können von den Erfahrungen unserer östlichen Mitchristinnen profitieren, wie Kirche bzw. Gemeinde in mageren Jahren lebt, wie Diasporakirche überleben kann

Bereits in der zweiten Sitzung am 3. März 1994 war Pfarrer Bohuslav Novák, der Ansprechpartner des ostmährischen Seniorats, anwesend. Bis 2008 koordiniert dieser Ausschuss unter die Begegnungen; bis 2003 unter der Leitung von Dekan Rainer Gerhard, dann unter der Leitung von Pfarrer Rüdiger Löbermann (Amberg-Paulaner). 2008 wurde der Partnerschaftsausschuss von einem Partnerschaftsbeauftragten abgelöst, dieses Amt hat Pfarrer Dr. Roland Kurz (Sulzbach-Rosenberg, Christuskirche) inne.

3.3.94 Novak bei Ausschuss dabei.

Herbst 1994: Erste Begegnung

Der folgender Artikel wurde unter der Überschrift Von Ostbayern nach Ostmähren von Pfarrer Harald Hofmann und Pfarrer Roman Breitwieser im Gemeindebrief Nr. 57 (Dezember 1994) der Christuskirche veröffentlicht: (S. 11-13):

Ein Bus voller Pfarrer, zum Teil mit Familien, war vor einiger Zeit vier Tage lang in der Tschechischen Republik unterwegs. Ziel war Ostmähren an der slowakischen Grenze. Der Dekanatsbezirk Sulzbach-Rosenberg will mit dem Ostmährischen Seniorat - was unserem Dekanatsbezirk entspricht - eine Partnerschaft aufbauen. Mit der Reise sollten Kontakte geknüpft werden. Im folgenden einige Eindrücke von dieser Reise:

"Sola Gratia", zu deutsch "Allein die Gnade", liegt wunderschön in einem verwilderten Park am Berghang über dem Städtchen Bystrice pod Hostinem. "Sola Gratia" war vor dem Kommunismus eine Fabrikantenvilla. Heute ist das Haus ein Tagungs- und Erholungszentrum der "Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder". Der neue Name des Hauses ist Programm. Er erinnert an das Schlagwort, in das Martin Luther seine reformatorische Lehre fasste: Allein die Gnade, allein der Glaube, allein die Schrift. So ist das Haus bei Bystice ein Bekenntnis zum evangelisch-lutherischen Glauben. Und zugleich ein Stück Zukunftsplanung: Irgendwann soll es auch die andern beiden Häuser geben. Doch das wird noch lange dauern. Vorläufig ist auch "Sola Gratia" nur eine Baustelle. Die Treppen sind aus Schalenbrettem zusammengenagelt, die Fußböden in den Zimmern bestehen aus blankem Beton, und vor dem Haus liegen Berge von Bauschutt. Manches, wie der holzgetäfelte Herrensalon, erinnert noch an die vergangene Indu¬striellenherrlichkeit. Anderes, wie die Duschen, ist schon modern eingerichtet. Genutzt wird das halbfertige Haus schon jetzt. Die Gruppe aus der Oberpfalz gehörte zu den ersten Gästen. Pfarrer Novak aus der Gemeinde Katerinice ist der Vater des Projekts. Er hat gelernt, mit schwierigsten Bedingungen zurechtzukommen. Im Keller seines Pfarrhauses zeigt er eine museumsreife Maschine, die der Familie in der härtesten Zeit der kommunistischen Herrschaft in den fünfziger Jahren das Überleben sicherte. Frau Novak, schon damals eine engagierte Pfarrersfrau, durfte nicht in ihrem Beruf als Lehrerin arbeiten. Das Gehalt eines Pfarrers war sehr karg, und so musste sich die Familie ihren Lebensunterhalt durch die Herstellung von Holzstäbchen für Schaschlikspieße verdienen. Pfarrer Novak schnitt mit der Maschine im Keller frühmorgens von sechs bis acht die Stäbe, Frau und Kinder sortierten und bündelten sie.

Nicht nur die stalinistische Ära ist noch in lebendiger Erinnerung. Die Gestalten und Ereignissen aus der Ge¬schichte der tschechischen Kirchen begegneten überall: Immer wieder war von Jan Hus die Rede, Reformator hundert Jahre vor der Reformation, der 1415 als Ketzer in Konstanz verbrannt wurde Besonders eindrücklich die über zweihundert Jahre alte Holzkirche in Velka Lhotta, in der die Bänke um Kanzel und Altar mit der daraufliegenden Bibel angeordnet sind. In diesem schlichten Gotteshaus wird der hussitische Glaube Gestalt, der sich auf Wort und Sakrament konzentriert. Ehrfurchtgebietend auch die wiederaufgebaute Bethlehemskapelle in Prag, in der Jan Hus seine ketzerischen Gottesdienste hielt.

Heute, nach dem Ende des Sozialismus, kann sich die Evangelische Kirche der Böhmischen Brüder ohne staatliche Gängelung dem Neuaufbau widmen. Man muß dabei nicht ganz von vorne anfangen. Trotz des jahrzehntelangen Sozialismus sind kirchliche Traditionen in der Tschechischen Republik immer noch erstaunlich tief verwurzelt. Dennoch ist die Arbeit schwierig, gerade für die lutherische Kirche, die mit gerade mal sieben Prozent zu den kleineren Glaubensgemeinschaften gehört. Es fehlt fast an allem: an Personal, an engagierten Gemeindegliedem und nicht zuletzt an Geld. Und das könnte noch knapper werden, wenn wie geplant, in Tschechien die Kirchensteuer tatsächlich abgeschafft wird.

Pfarrer Novak mit seiner Frau und seinem Team gaben sich jedoch alle Mühe, die Gäste aus der Oberpfalz trotz der bescheidenen Mittel gut zu beherbergen und reichlich zu bewirteten. Auch in den Gemeinden der Umgebung , in denen am Sonntag einige der oberpfalzer Pfarrer predig¬ten, wurden wir freundlich aufgenommen. Es gab interessante Gespräche mit tschechischen Gemeindepfarrem. Sie erzählten in erstaunlich gutem Deutsch von ihren Erinnerungen an Erschießungen in ihren Dörfern durch Nazi- Schergen, sprachen aber auch ganz offen vom Racheakt der Vertreibung der Sudetendeutschen.

Die Fahrt in die Tschechische Republik war nur ein Anfang. Im Frühjahr werden Kindergärtnerinnen aus unserem Dekanatsbezirk nach Bystrice fahren. Die Partner¬schaft mit dem Ostmährischen Seniorat soll zu vielfältigen Kontakten zwischen den Gemeinden führen. Vielleicht gelingt es, alte geschichtliche Verbindungen neu zu beleben und neue Wege zueinander zu finden.

1995 - 2002: Erste Brücken zwischen den Kindertagesstätten werden gebaut

Dieses Plakat war Teil der Ausstellung, die 2002 in Vsetin eröffnet und anschließend in in Kindertagesstätten gezeigt wurde.
Tschechische und deutsche Kindergärten bauen Brücken - im Mai 2002 wurde in der Stadt Vsetin eine Ausstellung mit Bildern und Bastelarbeiten von deutschen und tschechischen Kindern eröffnet. Anschließend wurden Teile dieser Ausstellung in den deutschen Kindergärten zu sehen.

1995

Eine Stellwand vor dem Gemeindesaal der Christuskirche in Sulzbach-Rosenberg erinnert an die Teilnehmer(innen) der Begegnung in Prag.
Vom 26. bis 29. April trafen sich Erzieherinnen aus dem Dekanat Sulzbach-Rosenberg (Kindertagesstätten "An der Allee" Su-Ro, "Guter Hirte" Su-Ro, Kita Eschenfelden) und aus dem Ostmährischen Seniorat in Prag. Neben dem Kennenlernen stand die Arbeit am Thema "Schöpfung" im Mittelpunkt. Hauptdolmetscherin war Maria Mück, die viele Jahre lang die treibende Kraft der Partnerschaft war.

Mit diesem Treffen bekam die Partnerschaft ihr zweites Standbein: Die Partnerschaft der Kindertagesstätten. Bis heute (2015) ist die Verbindnung zwischen den Kindertagesstätten die tragende Säule der Partnerschaft. Im Unterschied zu den Kindertagesstätten unseres Dekanats, die in kirchlicher Trägerschaft stehen, sind die tschechischen Kindertagesstätten staatliche/städtische Einrichtungen. Von daher ist seit 1995 die Partnerschaft auf ostmährischer Seite auch eine Angelegenheit der Kommunen, nicht nur der Kirche.

1996

Im Mai kommt es zu einem zweiten Treffen der Kindertagesstätten, diesmal auf dem Knappenberg in Dekanat Sulzbach-Rosenberg. Thematisch wird zur Integration Behinderter gearbeitet. Evangelische Kindertagesstätten im Dekanat werden besucht, die Stadt Sulzbach-Rosenberg empfängt die Delegation im Rathaus.

Ab wann Konventsbesuche?

1997

Zum Thema "Die Quelle des Lebens" treffen sich vom 30. April bis 4. Mai Erzieherinnen in Vsetin. Für das evangelische Dekanat war Pfarrer Harald Hofmann als offizieller Vertreter dabei, für das Seniorat Pfarrer Novák. Tschechische Kindertagesstätten werden besucht. Auch die Stadt Vsetin bekundet ihr Interesse, Bürgermeister Zdenek Novosad empfängt die Delegation im Rathaus. Wir wurden mit einer Herzlichkeit empfangen, die es bei uns nur noch selten gibt. Bei jedem Treffen kommen wir uns ein Stück näher, so daß die Arbeit viel inensiver und die Gespräche viel offener sein können ... Wir können viel voneinander lernen - mit dieser Zusammenfassung beendeten die deutschen Erzieherinnen ihren Bericht über dieses Treffen.

1998

Treffen der Erzieherinnen am Knappenberg. Der biblischen Hintergrund, Geschichte und Praxis der Diakonie in Deutschland werden erörtert. Die Schule für Lernbehinderte in Amberg wird besucht.

Am ostmährischen Pfarrkonvent in Bystrice im Juli nimmt Dekan Rainer Gerhardt teil.

Zwischenbilanz von Dekan Rainer Gerhardt

Seit vier Jahren pflegt der Dekanatsbezirk partnerschaftliche Beziehungen zur Evangelischen Kirche in der Tschechischen Republik. Im Frühjahr 1993 vereinbarte Dekan Rainer Gerhardt in Prag mit der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder, dass der Sulzbacher Dekanatsbezirk mit dem Ostmährischen Seniorat partnerschaftliche Kontakte aufhimmt. Im Sommer 1994 fuhren die Pfarrerinnen und Pfarrer des Dekanatsbezirkes nach Ostmähren, um dort einige Gemeinden zu besuchen. Bereits zum dritten Mal begegnen sich Erzieherinnen: Anfang Mai 1997 werden acht Erzieherinnen aus den evangelischen Kindergarten unseres Dekanatsbezirkes nach Ostmähren fahren, um sich mit ihren dortigen Kolleginnen über die religionspädagogische Arbeit im Kindergarten auszutauschen. Der Sulzbacher Dekanatsbezirk unterstützt außerdem die Renovierung des Tagungszentrums Bistrice in Ostmähren.

Die Begegnung mit Menschen aus Ostmähren dienen dem Gedanken der Versöhnung. Dies betonte auch Pfarrer Jan Capek, der Mitte Januar 1997 zu einem Gemeindeabend und einer Pfarrkonferenz in Sulzbach-Rosenberg weilte. Capek ist Pfarrer in Liberec/Reichenberg und gleichzeitig Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder. Er berichtete von den bemerkenswerte! Versöhnungsschritten seiner Kirche: Im April 1995 hatte der Synodalrat der Böhmischei Brüder eine Erklärung Zur Problematik der Aussiedlung der Sudeeideutschen veröffentlicht, die dann von der Synode dieser Kirche im November 1995 angenommen wurde. Darin wird die Ausweisung der Deutschei aus den böhmischen Ländern nach Kriegsende als moralisch verfehlter Schritt beklagt. Gänzlich zu verurteilen, so die Erklärung, seien die Verbrechen, die viele Tschechei an Deutschei vor und während des "Transfers" begingen. Es wird auch bedauert, wie mit dem Eigentum der ehemaligen deutschen Mitbürger umgegangen worden sei. Die Erklärung geht ausführlich auf die Geschichte des Zusammenlebens beider Volksgruppen ein, betont das lange jahrhundertelange fruchtbare Miteinander und räumt die Fehler der tschechischen Politik vor 1938 gegenüber über den Deutschen ein.

Dann mahnen die Böhmischen Brüder zum Aufbau neuer Beziehungen: Der Weg in die Zukunft werde nur durch aufrichtige Reue und durch das gegenseitige Bemühen um Verständnis geöffnet. Man bitte um Vergebung und sei bereit zu vergeben.

Quelle: Gemeindebrief der Christuskirche Nr. 66, März 1997, S. 16f.

1999

Eine Delegation aus Ostmähren besucht die Dekanatssynode am 20. März. Vom 4. Mai bis zum 8. Mai: Treffen in Vsetin, Empfang bei der Stadt, Thema „Psychomotorische Spiele“, Besuch der Gehörlosenschule in Valasske Mezirici

2001

März: Pfarrer Bohuslav Novak besucht Sulzbach-Rosenberg 30. April bis 4. Mai: Treffen auf dem Knappenberg, Thema Pfingsten

Der Tod von Pfr. Bohuslav Novák am 9. Mai war ein Einschnitt, da er aufseiten der Böhmischen Brüder der maßgebliche Motor der Partnerschaft war. Dekan Gerhard fährt zu seiner Beerdigung am 16. Mai in Katerinice. Im Mai 2001 wurden die Bürgermeister Jiří Čunek (Vsetin), Gerd Geismann (Sulzbach-Rosenberg) und Pfarrer Jan Hudec (Ostmährisches Senirat) von Dekan Gerhard im Dekanat empfangen. Leider konnte, da die Stadt Sulzbach-Rosenberg bereits eine tschechische Partnerstadt hat, nie eine Partnerschaft zwischen den beiden Städten etabliert werden. Erstmals nehmen mit Dekan Gerhard und Pfarrer Konrad Schornbaum Pfarrer unseres Dekanats an dem Konvent der Böhmischen Brüder teil. Seitdem fährt (mindestens) ein Vertreter unseres Dekanats zu der Herbstsynode nach Ostmähren und spricht ein Grußwort.

2002

„Was meine Augen sehen“, Vernissage in Vsetin, Thema „Ostern“

Projektspende über 2500 Euro ans Seniorat (Gerhardt) 50 für PC-Technik im Senioratsbüro ausgegeben

29. April bis 3. Mai Treffen der Erzieherinnen in Vsetin. Seitens des Dekanats war Pfarrer Harald Hofmann dabei.

Pfarrer Ivan Ryšavý besucht die Herbstsynode des Dekantes Sulzbach-Rosenberg. Das Dekanat lädt zu einem Begegnungsabend nach der Synode in den Kapitelsaal ein.

Konventsbesuch am 16.11.2002 in Zlin

Übergangsphase bis 2008

2003

Ausstellung in Amberg Paulaner (14.3.-28.3.) und Christuskirche Sulzbach-Rosenberg (28.3. bis 10.4.)

Zum Dekanatsmissionsfest 15. März „alle Partner eingeladen“.

Nachdem Dekan Gerhard im Frühjahr 2003 seine Stelle wechselte, übernimmt Pfarrer Rüdiger Löbermann als Interimsdekan die Verantwortung für die Partnerschaft und besucht mit einer Delegation (Pfarrer, Erzieherinnen) den Konvent in Ostmähren.

Inzwischen finden gemeinsame Projekte zwischen den Kindergärten statt, die regelmäßig vom Deutsch-Tschechischem Zukunftsfonds und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern gefördert werden.

2005

Comeniusprojekt? Tschechische und Slovakische Erzieherinnen besuchen Suzbach-Rosenberg und die Herbstsynode des Dekanats

2007

"Kinder bauen Brücken"
Projekt: Kinder bauen Brücken, "Buch der Freundschaft" in Vstetin offiziell vorgestellt.

Die Bürgermeisterin aus Vsetin nimmt an dem Besuch der Pfarrer und Kindergärtnerinnen aus Vsetin in Sulzbach-Rosenberg teil.

2008 - 2015

Seit 2008 ersetzt der Partnerschaftsbeauftragte den Partnerschaftsausschuss. Inzwischen ist es gute Tradition das zum Herbstkonvent der Böhmischen Brüder mindestens ein Pfarrer aus dem Dekanatsbezirk Sulzbach-Rosenberg fährt. Traditionell gehören inzwischen nicht nur der Konventsbesuch zum Programm, sondern auch die Predigt in einer ostmährischen Gemeinde am Sonntagvormittag.

2008

Ein besonderes Ereignis war 2008 die 900-Jahrfeier der Stadt Vsetin, zu der eine Delegation aus Sulzbach-Rosenberg als Ehrengäste eingeladen waren. Vom 7. bis 9. November besuchten Pfarrer Dr. Roland Kurz zusammen mit Diakon Bernd Deyerl von der Dekanatsjugend den Konvent der Böhmischen Brüder in Vsetin. Bei dieser Gelgenheit stellte sich Pfr. Kurz neuen Beauftragten für die Partnerschaft und damit Nachfolger von Pfarrer Rüdiger Löbermann vor. Zwischen Diakon Deyerl und Pfarrer Jiří Cyrus Klimeš, zu dieser Zeit für Jugendarbeit im Ostmährischen Seniorat zuständig, wurde überlegt, wie gemeinsame Jugendprojekte gestaltet werden können.

2009

Der evang. Kindergarten, An der Allee 4, in 92237 Sulzbach-Rosenberg / Deutschland erklärt sich bereit, zusammen mit der Materska skola, Luh I in Vsetin / Tschechien das Projekt „Kinderliteratur als Verbindung von gegenseitigem Kennen lernen der tschechischen und deutschen Kinder“ durchzuführen. heißt es lapidar in einem Schreiben an den deutsch-tschechischen Zukunftsfonds, der dieses und viele andere Projekte unserer Partnerschaft förderte. Als Zeitraum waren August 2009 bis April 2014 vorgesehen. Ausgangspunkt war das Buch "Das Vier Farben Land" von Gina Ruck-Pauquèt / Ulrike Baier. Die Vorstellung des Projektes in der Bibliothek von Vsetin (Mulitiplikationsfunktion) wurde sehr positiv aufgenommen.



Im Februar: Chorfahrt der Gospelchöre aus Sulzbach-Rosenberg Christuskirche und Amberg Paulaner (insgesamt 30 Personen) ins Ostmährische Seniorat, zusammen mit Sängerinnen und Sängern vor Ort werden gemeinsame Konzerte gegeben.

2010: in Famigo Chk vorgestellt?

Diakonie: Bau einer Diakoniestation vom Diakonischen Werk Sulzbach-Rosenberg unterstützt.

2010

Im Juni besuchte der Posaunenchor des CVJM-Rosenberg mit dem Partnerschaftsbeauftragen Prf. Dr. Roland Kurz Ostmähren, es gab mehrere kirchliche und säkulare Konzerte. Da es keine vergleichbare Posaunenchorarbeit in Ostmähren gibt, haben sich diese Auftritte stark in das Gedächtnis eingeprägt. Der ostmährische Dekanatssonntag wurde von den Posaunenchören musikalisch mitgestaltet. Bei der Verabschiedung von Pfarrer Jan Hudec, der von Begin an stark an der Partnerschaft mitgearbeitet hat, nahmen Pfarrer Kurz für das Dekanat und Gerda Adelmann für die Kindergärten teil und waren in den Gottesdienst eingebunden. Auf tschechischer Seite sind nun Pfarrer Ivan Ryšavý (Kroměříž), der schon sehr früh (wann?) in die Arbeit eingebunden wurde, und Pfarrer Daniel Heller (Valašské Meziříčí) die Partnerschaftsbeauftragen auf ostmährischer Seite.

2013

Der Pfarrkonvent des Dekanats Sulzbach-Rosenberg tagt in Ostmähren. Förderung Zukunfstfonds

2014

Mit dem Glockenorchester aus aus Ratiboř u Vsetína und Kateřinice besucht erstmals eine kirchenmusikalische Gruppe aus Ostmähren unser Dekant.

2015

Eine weitere Posaunenchorfahrt im Rahmen der Versöhnungsarbeit nach dem zweiten Weltkrieg in die neue Gemeinde von Pfarrer Hudec findet großen Anklang. Mehr dazu hier.


Zwischenbilanz 2015

Kindergärten trugen und tragen, lebt von persönlichen Beziehungen (Chance und Risiko) "Auf Augenhöhe" funktionieren bilaterale Beziehungen zwischen den Konventen und den Kindertagesstätten "eher einseitig" arbeiten Bibliotheken und Kirchenmusik


Ausblick

  • Vertiefung der theologischen Arbeit gewünscht
  • synodales Element auf deutscher Seite stärken?
  • was ist wie realistisch leistbar?
  • 2017 im Jahr des Reformationsjubiläums in Deutschland, wird die Partnerschaft zwischen den Dekanaten 25 Jahre alt. Machen wir was daraus?

Quellen

Sulzbach-Rosenberger Zeitung vom 12.11.93

Registratur des Dekanats Sulzbach-Rosenberg

Archiv des Dekanats Sulzbach-Rosenberg

Veröffentlichungen der Kindergärten im Rahmen der Partnerschaft

Berichte der Pressebeauftragten des Dekanats für die Sulzbach-Rosenberger Zeitung und Evangelisches Sonntagsblatt (München)

Gemeindebriefe der Kirchengemeinde Christuskirche Sulzbach-Rosenberg

Links

Beiträge zur Partnerschaft auf der Homepage des Dekanats Sulzbach-Rosenberg

Homepage von "Sola Gratia"

Offizielle Homepage der Stadt Vsetin